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Mittelschule soll Pflegeheim werden

von Sebastian Hein

Burkau. Für das leerstehende Gebäude der 2002 geschlossenen Mittelschule in Burkau gibt es eine Nutzungsoption. Ein Wohlfahrtsverband möchte die Immobilie von der Gemeinde erwerben und sie zum Pflegeheim umbauen. 42 Plätze für Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, sollen entstehen, sagte Bürgermeister Sebastian Hein (CDU) in einem SZ-Gespräch. 30 Arbeitsplätze sind im Heim geplant.

Mit dem Sozialverband, dessen Name vorerst öffentlich noch nicht genannt wird, sei man sich hinsichtlich der Ziele einig, sagte der Bürgermeister. Jetzt stehen die Verhandlungen zu Details bevor – etwa, ob das künftige Heim in der Woche mittags mit von der benachbarten Schulküche versorgt werden könnte. Parallel werden die Planungen für den Umbau, die Ermittlung der Kosten und die Vorbereitungen für den Bauantrag vorangetrieben. „Ich hoffe, dass in diesem Jahr noch mit dem Umbau begonnen werden kann“, sagte Sebastian Hein. Bedarf an stationären Pflegeplätzen gibt es, auch auf dem Lande. Das Angebot richtet sich zum einen an Einwohner der Gemeinde Burkau, die alters- bzw. gesundheitsbedingt nicht mehr in ihrer Wohnung bzw. ihrem Haus leben können, aber gern im ländlichen Umfeld bleiben möchten. Zum anderen steht das Angebot natürlich auch Zuzüglern offen. Eine Schule des gleichen Bautyps wurde bereits vor mehreren Jahren in Großharthau zu einem Pflegeheim umgebaut, dort jedoch durch einen privaten Betreiber.

Die 1976 gebaute Schule steht seit dem Sommer 2002 leer. Seitdem gab es mehrere Anläufe, das Gebäude neu zu nutzen. Zwei bayerische Hoteliers ersteigerten es im Jahr 2006, um es zum Drei-Sterne-Haus, vor allem für Durchreisende auf der Autobahn, umzubauen. Daraus wurde nichts. Genau so wie aus Plänen eines Burkauer Unternehmers, der die Immobilie 2012 ersteigerte und darin 30 altersgerechte Wohnungen schaffen wollte. Seitdem war das Gebäude nur entkernt worden. Die fehlenden Baufortschritte bewogen die Gemeinde, das Schulhaus Ende 2016 zurückzukaufen. „Wir wollen, dass der Schandfleck inmitten unseres Ortes verschwindet“, sagte Sebastian Hein damals der SZ. Ein Nutzungskonzept gab es nicht sofort, weshalb die Rückkaufentscheidung unter Einwohnern der Gemeinde zunächst umstritten war. Doch der Bürgermeister ging in die Offensive, lud beispielsweise zu einer lockeren Runde ins Bürgerhaus ein, auf der Ideen für eine künftige Nutzung gesammelt wurden. Betreutes Wohnen bzw. ein Pflegeheim galten schon damals als Favoriten. „Ich habe nach Wegen und Modalitäten gesucht, wie die Schule wieder genutzt werden kann“, sagt der Bürgermeister jetzt. Er fragte wegen eines Pflegeheimes bei einem Wohlfahrtsverband an – und stieß dort auf offene Ohren.

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