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SZ Bericht vom 11.07.2013

von Sebastian Hein

Bürgerinitiative gegen neue Windräder bei Burkau

Donnerstag, 11.07.2013

Bürgerinitiative gegen neue Windräder bei Burkau

Vier Anlagen drehen sich schon auf dem Marienberg. Genug, sagen die Anwohner.

Von  Ingolf Reinsch

19 Einwohner der Gemeinde Burkau haben am Dienstagabend eine Bürgerinitiative gegen den geplanten Bau von weiteren zwei Windkraftanlagen in ihrem Ort gegründet. Dazu aufgerufen hatte Gemeinderat Stefan Ansgar Strewe (SPD). Zu den Gründungsmitgliedern gehört auch Bürgermeister Sebastian Hein (CDU).

Die Initiative macht mobil gegen Pläne des Unternehmens OWE Oberlausitzer Windenergie GmbH & Co. KG, in Burkau zwei neue Windräder aufzustellen. Die Gesamthöhe der Anlagen soll 139,5 bzw. 149 Meter betragen. Sie wären damit höher als die vier Windkraftanlagen, die bereits auf dem Marienberg zwischen Burkau und Schönbrunn stehen. Zurzeit läuft beim Landratsamt Bautzen dafür das Genehmigungsverfahren. Ziel der Bürgerinitiative sei es, den weiteren Ausbau „des sogenannten Windparkes Burkau“ zu verhindern, sagte Stefan Ansgar Strewe gestern auf Anfrage der SZ. „Wir befürworten die Windkraft. Gegen kein einziges der vielen Windkrafträder auf dem Gemeindegebiet haben die Bürger von Burkau bislang etwas unternommen. Wir gehören zu den größten Exporteuren von Ökostrom in der Region.“ Mit dem neuen Projekt werde jetzt aber eine Grenze überschritten. „Der geplante Bau der beiden Mega-Windräder unmittelbar neben dem Freibad, der Attraktion Burkaus, hat im Ort dazu geführt, dass außer dem Umfeld der Grundstückseigentümer, welche sich hohe Pachterlöse versprechen, das Dorf geschlossen gegen den Bau eintritt“, erklärte Stefan Ansgar Strewe.

Als Nächstes werde man in der Bürgerinitiative die Aufgaben verteilen. Diese reichen von juristischen Recherchen bis hin zu einer Bestandsaufnahme der gefährdeten Tierarten in der unmittelbaren Nähe der Anlagen. Genannt werden hier von der Bürgerinitiative unter anderem Weißstorch, Rotmilan und mehrere Fledermausarten. Nach Angaben der Bürgerinitiative sieht der Regionalplan, in dem die Standorte für Windkraftanlagen in der Oberlausitz und Niederschlesien festgeschrieben sind, auf dem Burkauer Marienberg maximal vier Windkraftanlagen vor.

Rückenwind erhalten die Bürger durch eine gemeinsame Initiative der Ministerpräsidenten Sachsens und Bayerns, Stanislaw Tillich (CDU) und Horst Seehofer (CSU). Beide wollen Windkraftanlagen künftig verhindern dürfen, wenn sie vom nächsten Wohnhaus weniger als das Zehnfache ihrer Gesamthöhe entfernt sind. Bei den in Burkau geplanten neuen Anlagen wäre das ein Mindestabstand von fast anderthalb Kilometern. Die tatsächliche Entfernung der geplanten Anlagen zum Dorf wäre aber wesentlich geringer.

Der Burkauer Gemeinderat hat den Bau weiterer Windkraftanlagen bereits mit großer Mehrheit abgelehnt. Für OWE-Geschäftsführer Sten Jacobson, selbst Burkauer Bürger, kam die Ablehnung nicht überraschend. Trotzdem äußerte er sich gegenüber der SZ „enttäuscht, dass in einem solchen Windpark nicht auch die Chancen gesehen werden“.

Die von OWE geplanten würden die bereits vorhandenen vier Windkraftanlagen auf dem Marienberg aufgrund eines niedrigeren Standortes und kleineren Rotordurchmessers nur „um maximal 1,50 Meter“ überragen, sagte Sten Jacobson auf Anfrage.

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