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von Sebastian Hein

 

SZ Bericht vom 09.07.2018 

Burkau. Ein Ferientag im Burkauer Bad: Schon in der ersten Stunde nach Eröffnung füllt sich die gepflegte Anlage. Auf dem Parkplatz stehen nicht nur Autos, deren Kennzeichen mit BIW, BZ und KM beginnen. Auch Dresdener sowie Gäste aus dem Meißener, Sebnitzer und Pirnaer Raum sind unter den Besuchern. Ingolf Anders freut sich über diesen Zuspruch – als Schwimmmeister ebenso wie als Burkauer.

Seit fast 30 Jahren arbeitet der gelernte Tischler in Freibädern der Region. Von 1990 an war er Schwimmmeister im Buschmühlenbad Bretnig-Hauswalde. Es folgte ein Jahr im Masseneibad Großröhrsdorf. Ein Jahr, das Ingolf Anders nicht missen möchte. „Ich habe von den Kollegen dort viel über die Bädertechnik gelernt. Das Buschmühlenbad ist ja ein Naturbad“, sagt er. Nachdem Burkaus langjähriger Schwimmmeister Bernd Noack in den Ruhestand ging, wechselte Ingolf Anders ins Freibad seines Heimatortes. Seit März ist er bei der Gemeinde angestellt, hat die jetzige Saison mit vorbereitet. Mit dem langjährigen Rettungsschwimmer Jozef Cwikowski, der zusammen mit Bernd Noack die gute Entwicklung des Burkauer Bades in den vergangenen Jahren mitgeprägt hat, steht ihm ein zuverlässiger und erfahrender Mitarbeiter zur Seite. Leider nur für diese eine Saison. Denn auch Jozef Cwikowski geht im Herbst in den Ruhestand.

 

Ingolf Anders, der neue Schwimmmeister, weiß seinen neuen Arbeitsplatz zu schätzen. Es gibt mehrere große Becken mit einer Gesamtwasserfläche von 3 500 Quadratmetern, darunter eins, wo man noch „richtig“ schwimmen kann. Es gibt ausgedehnte Liegewiesen, abgeschirmt auch für FKK-Freunde. Unter Bäumen finden die Besucher schattige Plätze. Und den Blick zum Butterberg gibt’s extra. „Es ist alles intakt“, lobt Ingolf Anders die Arbeit seines Vorgängers und von Jozef Cwikowski, Vieles im Bad sind eigene Entwicklungen, darunter eine maßgefertigte Treppe, die es einer Stamm-Besucherin im Rollstuhl ermöglicht, eines der Becken zu erreichen.

Ingolf Anders machte schon mit 14 Jahren seinen Abschluss als Rettungsschwimmer. Dass es für ihn der Grundstein zu seinem späteren Beruf werden sollte, verdankt er vor allem dem damaligen Schwimmmeister Manfred Pittner. Dieser hatte ihn ermutigt, den Abschluss als Schwimmmeister zu machen. Als solcher trägt der jetzt 47-Jährige die Gesamtverantwortung fürs Freibad: von der Sicherheit bis zur Sauberkeit, von der Betreuung der wassertechnischen Anlagen bis zur Kassenabrechnung. Sein Arbeitstag beginnt früh um 8 Uhr mit den Vorbereitungen für den Tag – eine Stunde, bevor das Bad öffnet. Am Tag unseres Besuches zeigte das Thermometer am Morgen 20,5 Grad Celsius im Wasser. Bis zum Nachmittag werde sich die Wassertemperatur auf 23 Grad aufheizen, sagt der Schwimmmeister. Ein Tag, an dem die Besucherzahl wieder an der 1 000er Grenze kratzen wird.

 

In Burkau geht vieles Hand in Hand. Schwimmmeisterbüro und Imbiss sind nur wenige Schritte voneinander entfernt. „Die Zusammenarbeit von Bad- und Imbissteam passt sehr gut und harmoniert“, sagen Jörg Klinnert und Martina Jandová, die den Imbiss betreiben. Beide attestieren dem Schwimmmeister und dessen Rettungsschwimmer, eine gute Arbeit zu leisten.

Ingolf Anders gab die Liebe zum Beruf und zum Wasser sogar an seine beiden Kinder weiter. Seine Tochter, 27 Jahre, ist Medizinische Bademeisterin, sein 19-jähriger Sohn Fachangestellter für Bäderbetrieb und Wasseraufbereitung.

Das Freibad in Burkau ist in den Ferien täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet.

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