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Der Mann fürs Marketing

von Sebastian Hein

SZ Bericht vom 10.04.2015
Der Mann fürs Marketing

Randy Morales will Firmen bekannter machen. Mit klugen Konzepten und der Joberfahrung bei einem Weltkonzern.Von Carolin Menz

Randy Morales am Computer. Wie so oft. Noch steht der Schreibtisch im Wohnzimmer, sein Büro im Haus wird gerade umgebaut. Er arbeitet von daheim aus – zumindest bis 14 Uhr recht ungestört, wie er sagt. Wenn die drei Kinder seiner Ehefrau kommen, zieht Trubel ein. Und bald kommt das vierte.© Thorsten Eckert

Nur keine Scheu vor Facebook! Randy Morales kann sich ein Leben ohne nicht mehr vorstellen. Erst recht nicht als junger Unternehmer, der er seit wenigen Wochen ist. „Facebook ist ein Muss für jeden Chef, hier gibt es breite Aufmerksamkeit, Wachstumschancen, Bekanntheit.“ Für große Firmen ebenso wie für den Fliesenleger oder Malermeister um die Ecke. Gerade von denen hört Marketing- und Verkaufsexperte Morales immer wieder: „Es geht bisher doch ganz gut auch ohne Facebook und Webseite.“ Der 25-Jährige schmunzelt. So wie einer schmunzelt, der es besser weiß. „Klar geht es. Aber es könnte vieles bestimmt noch besser gehen, wenn Firmen soziale Medien noch mehr nutzen würden“, sagt der 25-Jährige. „Rearty“ heißt sein Unternehmen für Marketing, das Firmen von hier zu neuem Corporate Design verhelfen soll. Dieser große Begriff der Werbewelt, der auch im Kleineren gut funktioniert. „Letztlich steht Corporate Design für ein einheitliches Marketingkonzept. Es sollte aus einem Guss sein, von der Webseite und übers Logo bis zum Briefpapier“, sagt Randy Morales. Gemeinsam mit seiner Schwester Amanda, eine Grafikerin, gründete er das Unternehmen im Januar in Burkau. „Wir machen Marketing nicht mit vorgefertigten Schablonen, wir entwerfen für jeden ein individuelles Design“, sagt Randy Morales. „Ein Werbekonzept muss gut durchdacht sein, braucht eine Strategie. Bei uns bekommt man das.“ Rearty sei da fürs kleinste Einzelunternehmen und den Großkonzern. „Wir konzentrieren uns aber erst einmal auf die Firmen hier in der Region“, sagt Randy Morales. Schließlich gebe es in Sachen gutem Marketing hier noch sehr viel Nachholbedarf, sagt der gebürtige Kubaner, der mit seiner Mutter, einer Schiebockerin, im Alter von anderthalb Jahren herzog und nun mit eigener Patchworkfamilie in Burkau lebt.

Bei Apple gearbeitet

Er muss es wissen, durfte lernen und arbeiten beim wertvollsten Konzern der Welt: Apple. Nach dem Abitur am Gymnasium in Bischofswerda studierte Randy Morales Buch- und Verlagswissenschaften in Leipzig. „Ich wollte einen Beruf lernen, der mit dem Schreiben zu tun hat“, sagt er. Nebenbei schrieb er für ein Leipziger Kulturmagazin – und landete irgendwann bei Apple als Werksstudent im Bereich Marketing. „Ich betreute das Projekt „Apple on Campus“ mit. Ich reparierte Computer oder bot für Studenten PC-Sprechstunden an, wenn sie Hilfe bei der Technik brauchten.“ Nach dem Abschluss stieg er im Apple-Store in München als Verkaufsleiter ein. Ein Jahr arbeitete und lebte Randy Morales dort – bis ein Angebot aus Stuttgart kam. Andy Morales lehnte ab. Ihn zog es nach Hause, in Burkau lebte seine Frau fürs Leben, die er im Januar heiratete. Mit ihren drei Töchtern im Teenageralter lebt der 25-Jährige unter einem Dach. Das erste gemeinsame Kind des jungen Ehepaars ist unterwegs.

Er ist ein Technikfreak

Burkau ist für Randy Morales nun Lebens- und Arbeitsort. Nach der Apple-Zeit arbeitete er zunächst am heimischen PC ein Jahr lang für seinen Vater, den er erst mit 18 Jahren über Facebook ausfindig gemacht hatte. Er lebt heute in Spanien. „Er beschäftigt sich damit, wie Unternehmen über soziale Medien bekannter werden“, so Randy Morales. Nächste Station war ein Job beim Schmiedefelder Start-up-Unternehmen „3NRG“, einem Versandhandel für Baustoffe. Randy Morales richtete unter anderem den Online-Shop ein. Er ist gleichzeitig kreativer Kopf und Technikfreak. Im eigenen Unternehmen „Rearty“ verbindet er beide Leidenschaften. Wenn er Webseiten und Online-Shops entwirft und programmiert und Werbetexte und knackige Slogans schreibt. All das gemeinsam mit seiner 22-jährigen Schwester Amanda, die erst vor wenigen Wochen aus Kuba zu ihm zog. Nach langem Kampf mit den Behörden.

Wie jeder Jungunternehmer putzt Randy Morales jetzt Klinken. Einige Auftraggeber aus der Region zog er schon an Land. Ein von ihm gestalteter Flyer wirbt im Auftrag der Gemeinde Burkau um Spenden für ein neues Spielgerät fürs Freibad. Viele sind darauf schon aufmerksam geworden.

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