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Drei Millionen für Kitas

von Sebastian Hein

SZ Bericht vom 26.04.2014

Drei Millionen für Kitas

Viel Geld fließt in den Brandschutz. Auch mehr Plätze werden gebraucht. Und in Burkau wartet die Innensanierung. Von Madeleine Siegl-Mickisch

... Lina (4) und Ella (5) gehören zu den Kindern, die im Kükenhaus Burkau betreut werden. Außen wurde das Haus schon saniert, was man sehen kann. Sieht schick und einladend aus. Foto: Regina BergerLina (4) und Ella (5) gehören zu den Kindern, die im Kükenhaus Burkau betreut werden. Außen wurde das Haus schon saniert, was man sehen kann. Sieht schick und einladend aus. Foto: Regina Berger ©regina berger

Diesmal ist die Wunschliste der Kitas im Landkreis Bautzen nicht so lang wie in den letzten Jahren. „Das Geld reicht voraussichtlich für 65 der 77 Anträge“, sagt Jugendamtsleiter Hans-Jürgen Klein. Der Jugendhilfeausschuss hat jetzt entschieden, welche Kindereinrichtungen 2014 Fördermittel bekommen. Allerdings gibt es deutlich weniger zu verteilen als im Vorjahr. Da standen mehr als fünf Millionen Euro zur Verfügung, weil der Bund die Schaffung neuer Krippenplätze förderte. Das ist nun weggefallen. So bleiben nur 2,8 Millionen Euro von Freistaat und Landkreis – und die fließen im Raum Bautzen hauptsächlich in den Erhalt der vorhandenen Kapazität. Denn wenn Auflagen nicht erfüllt werden, droht die Schließung von Einrichtungen.
Vor allem neue Bestimmungen zum Brandschutz machen den Trägern zu schaffen. „Da kommt noch viel auf uns zu“, ahnt Sylvia Koschnicke, die beim Bautzener Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für die Kitas zuständig ist. Nicht nur im Spatzenhaus in Wilthen müssen zum Beispiel Brandschutztüren eingebaut werden. Außerdem gibt es noch andere Baustellen. So will das DRK im Spatzenhaus dieses Jahr die restlichen Toiletten, die noch DDR-Standard haben, erneuern. In der Kita Findikus in Bautzen-Gesundbrunnen sollen die maroden Holzfenster auf der Wetterseite ausgetauscht werden. „Das ist wirklich dringend. Gut, dass es jetzt Geld dafür gibt“, freut sich Sylvia Koschnicke. Die Hälfte der Kosten müssen die Träger allerdings zusammen mit der Kommune selbst aufbringen. In der Kita Bimmelbahn in der Tzschirnerstraße ist es die alte störanfällige Heizung, die ausgetauscht werden muss, sagt Annett Fahland von der Arbeiterwohlfahrt, die das Haus betreibt. Erst voriges Jahr wurde dort gebaut. Da entstand mit Geld vom Bund ein Anbau für zwölf Krippenplätze. – Auch das DRK kann im Findikus ab Sommer 16 Krippenkinder mehr aufnehmen. Noch läuft der Umbau mit dem Geld vom vorigen Jahr. Ähnlich sieht es im Kinderhaus Sonnenschein der Oberlausitzer Lebens- und Familienhilfe an der Daimlerstraße aus. Bis Mai soll der Anbau für 20 zusätzliche Plätze fertig sein. Weitere Einrichtungen wie Glückskäfer an der Flinzstraße und Pumuckl in Weigsdorf-Köblitz haben zuletzt ebenfalls zusätzliche Krippenplätze geschaffen.
Anders als im Rödertal und im Raum Kamenz, wo auch dieses Jahr noch neue Plätze entstehen, planen die Träger rund um Bautzen keine neuen Erweiterungen. Jedenfalls vorerst. Denn: „Bei den Hortplätzen könnte es künftig eng werden“, sagt Jens Kunze, Sachgebietsleiter im Jugendamt. Die Krippenkinder, für die jetzt Plätze geschaffen wurden, kommen ja in ein paar Jahren in die Schule. Außerdem nutzt ein immer größerer Anteil der Grundschüler den Hort. So lag die Quote 2013 bei 81 Prozent. Und der Landkreis geht davon aus, dass sie noch auf 90 Prozent steigen wird.
„Dass mehr Plätze für Hortkinder gebraucht werden, zeichnet sich auch in Burkau ab“, sagt Annett Fahland. In diesem Jahr will die Awo dort ihre Kita Kükenhaus aber erst einmal innen sanieren, nachdem im vorigen Jahr Dach und Fassade gemacht wurden. Dann wäre das Haus in einem guten Zustand“, sagt Fahland. Ob die Gemeinde das Vorhaben finanziell mit stemmen kann, ist nach Aussage von Bürgermeister Sebastian Hein (CDU) noch nicht entschieden. Mitte Mai berät der Gemeinderat.
Wo im Kreis zusätzliche Hortplätze entstehen könnten, ist jedoch unklar. Von größeren Neu- oder Anbauten rät Jens Kunze ab. Denn in einigen Jahren werde die Kinderzahl wieder zurückgehen. Wo es keine andere Möglichkeit gibt, sollten Engpässe deshalb eher mit Containern überbrückt werden. Die Gemeinde Malschwitz hat in Sachen Hort bereits reagiert und voriges Jahr in der Kita Kleinbautzen mehr Plätze geschaffen. In Baruth zog der Hort aus der Kita in die Schule um, in Guttau entstanden neue Krippenplätze. „Jetzt müssen wir Schritt für Schritt weiter was an den Einrichtungen machen“, sagt Bürgermeister Matthias Seidel (CDU).

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