Mietobjekte

Taucherwaldhütte und Bürgerhaus
hier jetzt zum Buchungskalender

mehr lesen

Wirtschaft

Gewerbe / Unternehmen / Wirtschaft / Handel

mehr lesen

Gemeindeverwaltung

Informationen und Service der Gemeindeverwaltung Burkau

mehr lesen

Veranstaltungskalender

Veranstaltungen in der Gemeinde Burkau

mehr lesen

Eine neue Kita zum Dienstjubiläum

von Sebastian Hein

SZ Bericht vom Donnerstag, 06.11.2014
Eine neue Kita zum Dienstjubiläum

30 Jahre schon leitet Sonja Eisold das „Kükenhaus“ in Burkau. Ihr schönstes Geschenk ist der Neueinzug nach der Sanierung. Von Carolin Menz

Kita-Leiterin Sonja Eis...old und ihr Team haben es geschafft: Die frisch sanierten Räume im „Kükenhaus“ sind eingeräumt und bezogen. Nach Außensanierung 2013 und Innensanierung 2014 kehrt nun wieder mehr Ruhe in den Kita-Alltag in Burkau ein.


Sonja Eisold stapelt Holzbausteine in eine Kiste. Sie haben schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Tausende Kinderhände haben damit hohe Türme gebaut und mit Wonne wieder einstürzen lassen. „Die kommen nicht aus der Mode. Kinder spielen bis ins Hortalter mit Bausteinen“, sagt Sonja Eisold. Obwohl Kinder von heute anders spielen, lange nicht so ausdauernd, so geduldig wie früher, sagt sie. Ein paar Minuten müssen meist genügen, dann schwirren sie schon zum nächsten Spiel. Die Generation Kind ist heute eine andere. Eine, die aufwächst mit Smartphones, Tablets, digitalen Lernbüchern. Eine, die vielleicht mehr noch als früher Halt braucht. Liebe und ein kurzes Schmusen zwischendurch sowieso. Daran hat sich nichts geändert, seit 30 Jahren nicht. So lange schon leitet Sonja Eisold die Burkauer Kita „Kükenhaus“. Zum runden Dienstjubiläum will sie keine große Aufmerksamkeit, dafür ist sie viel zu bescheiden. Und freut sich doch mit allen über die neue Kita „Kükenhaus“. Außen und innen nun fertig saniert. Ein Schmuckstück. Für besseren Brandschutz und heute angemessenen Komfort investierten Träger Awo, Gemeinde und Freistaat mehr als 430 00 Euro. In dieser Woche bezogen Leiterin, Erzieherinnen und Kinder ihre neue Kita. Dreck, Lärm und zuletzt das vorübergehende Ausweichquartier in der Turnhalle haben ein Ende. „In den letzten Wochen haben wir den Einzug schon sehr herbeigesehnt“, sagt Sonja Eisold. Kita in der Turnhalle war für Kinder ein Abenteuer, doch mit der Zeit zu laut.

Ein aufregendes Jahr

Sonja Eisolds Jubiläumsjahr ist ein aufregendes. Nach der Außensanierung 2013 begann im Frühling die komplette Modernisierung im Inneren – mit Sack und Pack zog die Kita um. Sonja Eisold packte natürlich Kisten mit, räumte provisorisch errichtete Räume ein – um nun alles wieder zurückzuräumen in vielen Tagen Arbeit. Doch all die Mühe lohnte, sagt sie. Vieles ist schöner als bisher, insgesamt alles so anders als vor 30 Jahren, als sie hier anfing im Haus, das 1976 Rentner für Burkaus Kindergartenkinder bauten. 120 Kinder zwischen drei und sechs Jahren gab es damals – heute sind es gerade mal 60 Kindergartenkinder, die sich das „Kükenhaus“ mit 20 Krippen- und 60 Hortkindern teilen. Die Anforderungen an eine Kita veränderten sich freilich. Sonja Eisold blickt nach oben: Endlich verschwanden die unschönen Überputzleitungen. Die gesamte Elektrik ist neu im „Kükenhaus“. Schick und praktisch zugleich findet Sonja Eisold den Schallschutz an den Decken. Ruhiger wird es künftig sein. Besser fürs Wohlbefinden der Erzieher und Kinder, die genug Trubel um sich haben. Endlich ist auch der Zugang zum Keller sicherer und überall der Fußboden erneuert. „Wir freuen uns auch über die flexible Trennwand, die es zwischen zwei Räumen gibt. Die können wir ruckzuck öffnen, wenn wir Platz für Elternabende brauchen oder Kinder gruppenübergreifend spielen.“ Komplett neu auch die Küche, die vor 30 Jahren viel größer war, weil hier gekocht wurde. „1,20 Mark kostete die Vollverpflegung am Tag, heute zahlen Eltern 1,60 Euro fürs Mittagessen“, sagt Sonja Eisold.

Früher war es strenger

Zeiten ändern sich – manche ihrer Prinzipien jedoch nicht. „Insgesamt ging es in der Kita früher strenger zu. Nach wie vor finde ich aber, dass Kinder Regeln, Normen und feste Zeiten brauchen. Das müssen wir ihnen beibringen für die Schule danach und das Leben“, sagt Sonja Eisold. Und so stehen die Mahlzeiten täglich zur gleichen Zeit auf dem Tisch, schlafen Kinder am Mittag. Mehr als früher mischen sich Eltern ein – gut so, sagt Sonja Eisold. Sie sieht sie als wichtige Partner ihrer Arbeit. Viele von ihnen betreute sie als Kind im „Kükenhaus“. Sonja Eisold ist Burkauerin, im Dorf kennt man sich ohnehin. Sie zog zwei Söhne groß, einer von beiden ist behindert. Eine Aufgabe fürs Leben. Wie die Kita. Sonja Eisold räumt die letzten Holzbausteine in die Kiste. Sie sind natürlich mitgezogen ins sanierte „Kükenhaus“. Sonja Eisold will noch viele Türme wachsen sehen.

Am 18. November dürfen alle Neugierigen mal gucken kommen ins Burkauer „Kükenhaus“. Zwischen 15 und 17 Uhr gibt es einen Tag der offenen Tür

Zurück