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Für mehr Sicherheit auf der Autobahn

von Sebastian Hein

SZ Bericht vom 18.10.2014

SZ Bericht vom 18.10.2014

Für mehr Sicherheit auf der Autobahn

Noch bis Ende November müssen die Helfer und Retter zwangsläufig pausieren. Status sechs heißt es offiziell.

 Von Carolin Menz


Uhyst a.T.

Moderne Technik für Uhyster Kameraden gibt es nun schon vor der Tür ihres künftigen Gerätehauses. Sobald der Alarm losgeht, entriegelt sich automatisch eine kleine, in der Hauswand verborgene Schublade. Darin liegt der Schlüssel zum Gerätehaus. Der erste Kamerad, der eintrifft, nachdem der Piper ging, berührt das Schlüsselfach, entnimmt den Schlüssel und schließt auf. „Schließlich hat nicht jeder Kamerad einen Schlüssel zum Gerätehaus. Damit ausgestattet sind nur Führungskräfte. Mit dem automatischen Schlüsseldepot stellen wir sicher, dass jeder Kamerad vor einem Einsatz sofort Zutritt hat“, sagt Burkaus Bürgermeister Sebastian Hein (CDU). Das spart Zeit. 

Es geht um jede Sekunde, wenn es brennt im Dorf oder Menschen verletzt wurden bei einem Unfall auf der Autobahn 4, dem hauptsächlichen Einsatzort der Uhyster Kameraden. Noch bis Ende November müssen die Helfer und Retter zwangsläufig pausieren. Status sechs heißt es offiziell. Die Uhyster sind nicht einsatzbereit, während am Gerätehaus gebaut wird für bessere Bedingungen. 

Ein automatisches Schlüsseldepot ist heute Standard in modernen Feuerwehrhäusern. Für die Uhyster ist es eines der vielen Details, die Abläufe erleichtern. Das größte Problem des Depots ist seine zu geringe Größe. Viel zu kein ist es. Deshalb entstand am bisherigen Depot ein Anbau – Voraussetzung dafür, dass 2016 ein neues, 315.000 Euro teures Fahrzeug eintreffen kann. Endlich, nachdem Kameraden 2013 „streikten“, den Einsatz auf der A4 im maroden DDR-Auto verweigerten. Nur übergangsweise wurde ein gebrauchtes angeschafft.

Autos an Toren hängengeblieben 

Die zusätzliche Fahrzeughalle ist 114 Quadratmeter groß und mit allem ausgestattet, was gesetzlich vorgeschrieben ist. Der Standard ist hoch, Bestimmungen sind streng. So gibt es eine Abgassauganlage, die angehängt am Auspuff des Fahrzeugs die Abgasentwicklung im Depot abfängt. Oder eine Entwässerungsrinne mit Filter, die Schnee, Wasser oder Schmutz vom Auto ableitet. Oder rutschfester Fliesenboden. Oder ein automatisches Rolltor, das mit einer Ampel verbunden ist. Erst, wenn sie grün zeigt, darf der Wagen starten. Erst dann ist das Tor vollständig ausgefahren. „Beim Stress und der Hektik kam es schon vor, dass Autos an Toren hängengeblieben sind. Das wollen wir vermeiden“, sagt Sebastian Hein. 

Der Neubau topmodern, Wünsche der Kameraden sind weitgehend umgesetzt. Das gilt auch für Neuerungen im bisherigen Gerätehaus. Der Bau der neuen Halle machte bauliche Eingriffe hier natürlich notwendig. Sie seien längt überfällig gewesen, wie Bürgermeister Sebastian Hein sagt. So gibt es endlich ein Waschbecken, eine sichere Treppe mit Podest statt einzelner Stufen, endlich rutschfeste Bodenfliesen statt wie bisher Beton unter den Füßen. „Außerdem wurden die beiden alten Flügeltore ausgebaut, die noch mit der Hand geöffnet werden mussten. Auch hier wurde ein Rolltor eingesetzt. Die bisherige Halle wird ja noch genutzt, bis das neue Fahrzeug da ist“, sagt Sebastian Hein. 

Zwei Fahrzeuge haben die Uhyster jetzt – Löschfahrzeug und Einsatzwagen. Bislang standen die Autos dicht aneinander im Depot. Direkt daneben Werkzeuge und die Garderobenhaken mit sämtlicher Ausrüstung der Wehrleute. Das Umziehen vor und nach den Einsätzen war nur beengt möglich. Der Anbau bringt da Entspannung – weil viel mehr Platz. „Künftig wird es es mit dem neuen nur noch ein Fahrzeug geben. Es hat Wasser und alles nötige Equipment an Bord“, so Sebastian Hein. Im jetzigen Depot bewahren die Wehrleute künftig nur Werkzeuge und Garderobe auf.

Die Gemeinde habe versucht, Wünsche der Kameraden so gut es ging umzusetzen, sagt Sebastian Hein. Freilich war nicht alles machbar. 285.000 Euro sind es am Ende, die insgesamt für Anbau und Umbau investiert werden. 185.000 Euro davon stemmt Burkau. „Wir haben nun ein Gerätehaus, das dem modernen Standard zu 100 Prozent entspricht“, sagt Burkaus Gemeindewehrleiter Stefan Hentschke. Auch er hatte immer wieder auf die Dringlichkeit des Vorhabens hingewiesen.

Die Uhyster Feuerwehr braucht optimale Bedingungen, will sie blitzschnell und effektiv helfen auf der Autobahn. Rund 18 Einsätze fahren die 30 Aktiven pro Jahr – 90 Prozent davon auf der A 4, wie Stefan Hentschke sagt. Das ganze Programm: Schwere Unfälle mit eingeklemmten Personen, Ölspuren, Unfallsicherung. Bis Ende November fehlt das Know-how der Uhyster, rücken stellvertretend die Kameraden der Feuerwehr Großhänchen/Pannewitz aus. „Wir zählen schon die Tage, bis es endlich wieder losgeht“, sagt Gemeindewehrleiter Stefan Hentschke. Die Uhyster Kameraden wollen wieder raus. Helfen. Dazu sind sie da.

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