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Mit wenig Geld was bewegen

von Sebastian Hein

Freitag, 22.01.2016 

 

Was sich in den Gemeinden rund um Bischofswerda 2016 tun soll. Heute: Burkau 

Von Ingolf Reinsch

 

 



 

Die „Macherjahre“ sind vorbei, sagt Burkaus Bürgermeister Sebastian Hein (CDU) unumwunden. Er meint damit jene Zeit, als Fördertöpfe reichlich sprudelten und Städte und Gemeinden mit einem relativ geringen Eigenanteil viel bewegen konnten. Jetzt geht es vor allem darum, das Geschaffene zu erhalten. „Die größte Herausforderung 2016 wird sein, mit vorhandenen Mitteln die Aufgaben der Gemeinde weiterhin zu erfüllen“, sagt Sebastian Hein. Um den dafür notwendigen finanziellen Spielraum zu schaffen, denkt er auch darüber nach, neue Wege zu gehen. 

 

 

Das größte Vorhaben: Neues Auto für die Feuerwehr

 

Die größte Investition der Gemeinde in diesem Jahr ist der Kauf eines neuen Feuerwehrautos für die Uhyster Wehr. Rund 288 000 Euro plant die Gemeinde Burkau für das Löschfahrzeug vom Typ HLF 10 ein. 

Beim Bau neuer Eigenheime gibt die Gemeinde planerische Unterstützung, sofern es in ihren Aufgabenbereich fällt. Im Ortsteil Taschendorf wird in diesem Jahr die Erschließung eines Grundstückes mit zwei Bauparzellen abgeschlossen. Für den künftigen Burkauer Eigenheimstandort „Am Marienberg“, den der private Investor Max Aicher aus Freilassing erschließen möchte, soll die Planung weitergeführt werden. Vorgesehen ist, im Jahr 2016 den Satzungsbeschluss für das Baugebiet zu fassen, sagt Sebastian Hein. Zwischen Wiesen- und Gärtnereiweg sollen 36 Eigenheime auf Flächen zwischen 700 und 968 Qudratmeter entstehen. Burkau will so Voraussetzungen für den Zuzug junger Familien schaffen. Die Nachfrage nach Baugrundstücken ist da; Anfragen kommen auch von außerhalb. „Wir haben alles in unserer Gemeinde, was Familien brauchen, nur Bauplätze fehlen aktuell. Das wollen wir ändern“, sagt der Bürgermeister. 

Für zwei große Baustellen im Gemeindegebiet sorgt in diesem Jahr der Landkreis Bautzen. Er plant, auf der Kreisstraße zwischen Burkau und Schönbrunn die Schwarzdecke zu erneuern. Gebaut werden soll bei Vollsperrung in den Sommerferien, wobei die Zufahrt zum Burkauer Freibad ermöglicht werden soll, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes auf Anfrage der SZ. Drei Wochen sind für die Baustelle vorgesehen. Auch auf der Straße zwischen Uhyst und Bocka soll die Schwarzdecke erneuert werden. 

 

 

Die größte Sorge: Finanzielle Engpässe der Gemeinde

 

Die Sorge um die Finanzausstattung der Kommunen teilte Sebastian Hein mit seinen Bürgermeisterkollegen. Es geht dabei nicht nur um die Landeszuschüsse, die nach Einwohnerzahl verteilt werden. Auch Mechanismen, wie die Erhebung der Gewerbesteuer, bereiten Burkaus Bürgermeister Sorgen. „Brummt“ die Wirtschaft in der Gemeinde in einem Jahr und fließen reichlich Gewerbesteuern in die Gemeindekasse, bekommt es die Kommune zwei Jahre später oft in ganz anderer Hinsicht zu spüren: Landeszuschüsse werden gestrichen, weil die Gemeinde angeblich finanziell gut dasteht. „Zwei Jahre sind eindeutig eine zu lange Zeit. In der Zwischenzeit kann sich die Lage komplett geändert haben“, sagt Sebastian Hein. Heißt: Auf Boomjahre können Durststrecken folgen. Nicht nur ein Burkauer Problem. 

Trotz knapper Kassen plant die Gemeinde in diesem Jahr keine Veränderungen bei den Steuern. Um Kosten zu reduzieren, ohne Abstriche an den Leistungen für die Bürger zu machen, denkt Sebastian Hein über Kompromisse nach, die er mit dem Gemeinderat finden möchte. Sein Grundsatz: „Wir müssen mit geringen Mitteln das Maximale rausholen.“ Ein Vorschlag: In den begrünten Regenrückhaltebecken, die für den Hochwasserschutz in Burkau gebaut worden sind, könnte der Bauhof der Gemeinde künftig nur noch einmal im Jahr das Gras mähen statt bisher zweimal. Auch bei der Unterhaltung des Klosterwassers, wofür die Gemeinde ebenfalls zuständig ist, könnten die Pflegeintervalle gestreckt werden. „Darüber werden wir auch mit den Anwohnern sprechen“, sagt der Bürgermeister. 

 

 

Die größte Vorfreude: Freibad und Vereinsförderung bleiben

 

Bei den freiwilligen Leistungen der Gemeinde soll es keine Abstriche geben. Ganz oben steht das weit über Burkau hinaus bekannte Freibad, an dem die Gemeinde festhält. Auch Vereine werden weiterhin gefördert, sagt der Bürgermeister. Was Vereine, die freiwilligen Feuerwehren eingeschlossen, zuwege bringen, wird man 2016 bei drei runden Jahrestagen in der Gemeinde erleben können. Die Freiwillige Feuerwehr Burkau besteht 140 Jahre, die Feuerwehr in Großhänchen 90 Jahre. Und in Jiedlitz gibt es in diesem Jahr das 25. Pfingstfest des Jugendclubs, das in der Region längst Kultstatus hat.

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