Mietobjekte

Taucherwaldhütte und Bürgerhaus
hier jetzt zum Buchungskalender

mehr lesen

Wirtschaft

Gewerbe / Unternehmen / Wirtschaft / Handel

mehr lesen

Gemeindeverwaltung

Informationen und Service der Gemeindeverwaltung Burkau

mehr lesen

Veranstaltungskalender

Veranstaltungen in der Gemeinde Burkau

mehr lesen

Sie träumen von mehr Obstbäumen in Burkau

von Sebastian Hein

Sie träumen von mehr Obstbäumen in Burkau

Die Natur- und Heimatfreunde setzen sich seit 60 Jahren für Naturschutz ein – und können feiern. Wieder am Sonntag. Von Carolin Menz

Früher gab‘s mehr Bäume. Obstbäume auf Streuobstwiesen, aufgereiht in langen Alleen. Mächtige Linden und Kastanien in den Höfen. Maik Hübschmann von den Natur- und Heimatfreunden Burkau träumt davon, dass es in den kommenden Jahren wieder mehr Bäume gibt im Dorf. So wie früher. Er will sich dafür einsetzen. Gemeinsam mit dem Vereinsvorsitzenden Barnabas Kunze. Naturschutz war, ist und bleibt eines der wichtigsten Anliegen der Heimatfreunde, die sich im Juli vor 60 Jahren gründeten. Damals waren es Günter König und Horst Gersdorf, die Burkau überraschten mit einem neuen Schaukasten: „Der Heimatfreund“ stand darüber. Neues und Altes aus dem Dorf sollte informieren.

Es war der Beginn der Natur- und Heimatfreunde, die zu DDR-Zeiten unter dem Dach des Kulturbundes arbeiteten und seit 1991 eingetragener Verein sind. Viel bewegten sie im Dorf – für Natur, Umweltschutz und Miteinander. Die Männer und Frauen kümmerten sich in den vergangenen sechs Jahrzehnten um Ortschronik, markierten Wanderwege, sammelten Tausende Fotos, bauten Weißstörchen Nester. Noch immer erscheinen die Heimatkundlichen Blätter, die über dies und das, Zukunft und Vergangenheit und neuesten Dorfklatsch berichten. Schreiben und setzen, binden, drucken und verteilen der gut 130 Exemplare liegen in der Hand der Heimatfreunde. Eines der größten Abenteuer der Vereinsgeschichte war der Bau der Waldbaude. Neun Jahre dauerte es von der Idee bis zur Eröffnung 1969. Es gab viele Unwägbarkeiten und Hürden – sogar die damalige SED-Bezirksleitung in Dresden war involviert. Die Heimatfreunde blieben dran. Bis heute ist die Waldbaude der idyllisch gelegene Vereinssitz – an diesem Sonntag findet hier das 44. Fest im Grünen statt.

Es ist eine dieser langen Traditionen, die überlebte. Denn heute sind die Kräfte im Verein natürlich weniger stark als noch beim Bau der Waldbaude, als die Natur- und Heimatfreunde Burkau um die 100 Mitglieder waren. „Nach der Wende hatten die Leute natürlich andere Interessen“, sagt Barnabas Kunze. Und doch machten die Heimatfreunde weiter und sind umso stolzer drauf, dass sie liebgewonnene Veranstaltungen bis heute beibehalten können: Fest im Grünen, Sonnenwendfeier, Ostereierschieben.

„Das ist schon einzigartig, dass diese Feste seit Jahrzehnten so konstant stattfinden“, sagt Maik Hübschmann. Das erste Fest im Grünen gab es 1969, die erste Sonnenwendfeier 1973. Bis heute für die Leute im Dorf gemacht. Es sind die „Klassiker“ des Vereins, die Kind und Kegel zusammenbringen und aufmerksam machen auf die Vereinsarbeit. Die Organisation heute ohne viele Worte. „Da weiß jeder, was er zu tun hat“, sagt Barnabas Kunze. Auch, weil man bei Bewährtem bleibt. Kniffliger und mühsamer ist das Neue, dem sich die Heimatfreunde nicht versperren wollen, um die Jungen zu begeistern. „Wir waren irgendwann an einem Punkt, an dem uns Ideen fehlten. Wir bauchten frischen Wind“, so Barnabas Kunze, Vorsitzender seit 1991. Maik Hübschmann ist einer der neuen „Jungen“, der neue Ideen hatte. Wie die Hofweihnacht. Wie der Natur- und Heimattag. Ausgerichtet auf Kinder und Jugendliche. Und aufs engere Miteinander: „Wir wollen den Tag künftig auch in Ortsteilen stattfinden lassen. Unser Ziel ist, dass sie enger zusammenwachsen“, sagt Maik Hübschmann. Und er will nicht aufhören zu träumen von neuen Streuobstwiesen und Baumalleen in Burkau. Er hält schon Ausschau nach geeigneten Fleckchen.

Zurück