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Stoppt der Umweltschutz neue Windräder?

von Sebastian Hein

Stoppt der Umweltschutz neue Windräder?

Burkaus Bürgerinitiative gegen die Erweiterung des Windparks heißt „Grüne Gemeinde Burkau“. Die Zuversicht ist groß, zwei Anlagen zu verhindern.

Von  Carolin Menz

Der Naturschutz soll die geplante Erweiterung des Burkauer Windparks platzen lassen. Zwei weitere Windräder sollen sich hier nicht drehen dürfen – meint die Bürgerinitiative gegen das Vorhaben des Burkauer Unternehmens OWE Oberlausitzer Windenergie GmbH und Co KG. Es will die Anlagen mit einer Höhe von 139,5 beziehungsweise 149 Meter bauen lassen. „Wir gehen nach rechtlicher Prüfung davon aus, dass es zwingende Gründe des Umwelt- und Naturschutzes gegen eine Genehmigung gibt“, sagt Stefan A. Strewe als einer der Initiatoren der Bürgerinitiative. Internetrecherchen und die Prüfung jüngster Gerichtsurteile hätten jetzt ergeben, dass weitere Windräder auf dem Marienberg unzulässig seien, so Burkaus Bürgermeister Sebastian Hein. Es gehe um Abstände zur Wohnbebauung und den Schutz bedrohter Tierarten. Welche Gründe konkret in Burkau zur Ablehnung der Windparkerweiterung führen könnten, will die Bürgerinitiative noch nicht öffentlich machen. Darauf einigten sich die inzwischen mehr als 20 Mitstreiter auf einem Treffen in Burkau am Donnerstagabend.

Beim Treffen gaben sie sich außerdem einen Namen. Als „Grüne Gemeinde Burkau“ will man nun mobil machen gegen noch mehr Windräder im Dorf. Entgegen ersten Plänen wählte die Initiative „Grüne Gemeinde Burkau“ am Donnerstag keinen Vorsitzenden. Vielmehr wird Bürgermeister Sebastian Hein offizieller Ansprechpartner sein. Wie er sagte, werde er in den nächsten Tagen Kontakt mit dem Landratsamt in Bautzen aufnehmen, das über die Genehmigung weiterer Windräder befindet. Die Bürgerinitiative werde nun ihre Recherchen und Ergebnisse zusammentragen und dem Landratsamt übergeben.

Man sei sich seiner Sache sehr sicher, dass die Genehmigung verwehrt werden kann, wie Stefan A. Strewe sagt. Daher werde es vorerst keine Unterschriftenlisten und Petitionen geben. „Wir sind keine Bittsteller, wir treten für unsere Rechte und Belange des Umwelt- und Naturschutzes ein.“ Vor allem sehen die Gegner das Landschaftsbild gefährdet, kritisieren den geringen Abstand der geplanten Anlagen zur Wohnbebauung und fürchten um Flora und Fauna.

Sten Jacobson, Gesellschafter von OWE, geht davon aus, dass dem Bau neuer Windrädern nichts im Wege steht. „Es gibt Gutachten. Gerade das zum Natur- und Umweltschutz ist eines der umfänglichsten überhaupt.“ Hunderte Seiten fülle es und komme zum Ergebnis, dass die geplanten Windräder gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Der Burkauer Sten Jacobson hofft, dass sie sich ab Ende 2014 auf dem Marienberg drehen und jährlich insgesamt 4,6 Megawatt Strom produzieren. Noch aber ist offen, wann das Landratsamt über eine Genehmigung entscheidet.

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