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Zwei für Burkau

von Sebastian Hein

SZ Bericht vom 04.02.2014

Dienstag, 04.02.2014     

Zwei für Burkau

Die Gemeinde überrascht Kerstin Bamberg und Enrico Gräulich – in einem ganz neuen Rahmen.

Von  Carolin Menz
Die Überraschung war gelungen. Burkaus Bürgermeister Sebastian Hein (CDU) zeichnete auf seinem Neujahrsempfang zwei völlig perplexe Ehrenamtler aus. Sie ahnten nichts, niemand hatte sich verplappert. Kerstin Bamberg und Enrico Gräulich fehlten also erst einmal die Worte, als Sebastian Hein mit der Laudatio begann. Kerstin Bamberg aus Auschkowitz wurde für ihr Engagement als Vorsitzende der Gemeinschaft der Kultur- und Sportfreunde geehrt. Die 47-Jährige ist seit über zehn Jahren Chefin der 20-köpfigen Frauentruppe und nahm Urkunde und Pokal für alle entgegen – sagte sie später, als sie ihre Fassung wiedergefunden hatte. Zum Zweiten geehrt wurde Enrico Gräulich aus Burkau, bis 2009 Vorsitzender des Sportvereins Burkau. Er bewegte viel, für den Sport, für das Dorf. Und führte die Fußballjungs bis zum Bezirksmeistertitel. Eine Krankheit zwang ihn zum Aufhören – sein Herz für Burkau schlägt freilich weiter. Und seine Tipps sind weiterhin Gold wert.  

Sebastian Hein hatte die Idee zur Ehrung. „Auf der Klausurtagung mit Gemeinderäten am 18. Januar haben wir uns auf die Kandidaten für die Ehrung geeinigt“, sagt er. Sie soll nun Tradition werden, eine entsprechende Satzung werde erarbeitet. „Ich wollte einfach mal Danke sagen“, sagt Sebastian Hein und wählte für die erste Ehrung einen ganz besonderen Rahmen: Den ersten Neujahrsempfang in Burkau überhaupt. Rund 100 Gäste waren ins Bürgerhaus gekommen – Gemeinderäte, Firmenchefs, Vereinsmitglieder, Schul- und Kitaleiterinnen. Eine nette Runde, die sich mit Fingerfood vom Fleischer verwöhnen ließ und von Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung: Sie übernahmen den Ausschank der Getränke. Auch das war was Neues.

Laudatio Frau Kerstin Bamberg

„Ein herzliches Dankeschön“

Burkaus Bürgermeister Sebastian Hein hielt die Laudatio für die Geehrten. Einige Auszüge.

      

  

Wir ehren eine Frau, geboren in den 1960er-Jahren. Sie trägt Charaktereigenschaften, die im Ehrenamt dringend benötigt werden: Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein. Sie ist ein liebevoller Mensch! Für andere da zu sein, ein Leben im Schichtsystem zu organisieren, einen Verein zu leiten, der täglich auch ums Überleben kämpfen muss, gebührt mein und unser aller höchsten Respekt. Liebe Frau Kerstin Bamberg, Sie sind die Vereinsvorsitzende der Gemeinschaft der Sport- und Kulturfreunde. Sie organisieren mit ihren Mitgliedern des Vereins viele Anlässe und Feiern. Ob Kinderfasching in Uhyst, Seniorenweihnachtsfeier in Jiedlitz oder Kräuter- und Backnachmittage – es muss aus einer Hand geführt und organisiert werden. Sie verstehen es, andere mitzureißen, neue Ideen zu entwickeln. Das Ehrenamt ist Aufgabe, Freude, vor allem aber Gemeinschaft: Schließlich übt es niemand ausschließlich für sich selbst aus, sondern für andere. Das Ehrenamt schafft Verbindungen, stellt Menschen immer wieder vor neue Herausforderung. Deswegen ist ein Ehrenamt nicht nur ein Gewinn für andere – sondern immer auch für einen selbst. Es ist schön, dass Sie da sind. Wir wollen in dieser Gemeinde nicht auf Sie verzichten. Deswegen: Ein ganz herzliches Dankeschön.

Laudatio Herr Enrico Gräulich

Wir ehren einen Mann, geboren in den 1970er-Jahren. Er ist Mitglied im Sportverein Burkau. In seinem Leben hat sich bisher alles um die Gemeinde gedreht. Egal, ob als Gemeinderat oder im ausgeübten Beruf. Bis zu jenem Tag, an dem Krankheit einen Menschen einholt und man für sich selber entscheiden muss, Ehrenämter nicht mehr ausüben zu können. Er war Chef der Abteilung Fußball, war Schiedsrichter im Bezirksmaßstab, und Mitte der 1990er-Jahre wurde Enrico Gräulich Stellvertreter der Vereinsleitung des SV Burkau. Von 2004 bis 2009 war er Vorsitzender. In dieser Zeit wurde für unseren Fußballnachwuchs der Kickertag ins Leben gerufen. Sportliche Höhepunkte in seiner Amtszeit waren etliche Kreismeister-, sogar Bezirksmeistertitel im Kinder- und Jugendbereich. Unter Enricos Leitung sind kulturelle Höhepunkte ins Leben gerufen worden: Sportfeste und 2008 der 1. Herbstball. Als Gemeinderat von 2004 bis 2009 ist er durch rege Mitarbeit hervorzuheben. Sein Wissen im Finanzbereich ist unverzichtbar. Lieber Enrico Gräulich, es gibt Menschen, die sind da. Ganz selbstverständlich. Meist sind es Menschen, die einem lieb sind: Partner, Freunde. Manchmal sind es Menschen, die uns besonders wichtig sind, ohne dass es uns bewusst ist. Meist erkennt man ihren wahren Wert, wenn sich eine Lücke auftut. Wenn sie aus irgendwelchen Gründen nicht da sind. Zu diesen besonders wichtigen Menschen, die wir vielfach übersehen, gehörst Du. Wir danken Dir herzlichst für alles, was Du für Gemeinde und Vereinsleben getan hast.

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